InSecret Swingerblog
Mittwoch, Oktober 16

13 Jahre Stolz und Demut im Insomnia

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Nach einer kleinen Pause sind wir endlich mal wieder raus gekommen und haben uns auch gleich eine neue Veranstaltung, die unser Interesse geweckt hat angeschaut und genossen.

HAUTNAH – STOLZ UND DEMUT  13 Jahre “erotische Maskennacht”,
die große Tradition im Insomnia Berlin.

Da wir das Insomnia nach langer zeit eh mal wieder besuchen wollten, war diese Veranstaltung ein perfekter Auftakt. Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen von 400+ fanden wir uns selbstverständlich SEHR zeitig vor dem Insomnia ein, wo sich auch schon die erste kleine Gästeschlange gebildet hatte.

Bei der erotischen Maskennacht, welche nur einmal im Jahr stattfindet, treffen sich die Freunde von Latex, Lack und Leder, gesellige Fetischfacetten in fantasievollsten Kostümen zum internationalen Stelldichein im INSOMNIA BERLIN. – die erotische Maskennacht – Inkognito, strenger Dresscode heißt: maskiert! Spätestens auf den Emporen und in den Kellern möchte niemand mehr erkannt werden. Wer sich nicht an den Dresscode oder Maskierung gehalten hat wurde mit Hieben bestraft.

TIP: Seid bei solch einer Veranstaltung unbedingt früh genug da oder nehmt euch eine Illustrierte mit wenns mal länger dauert. Unsere Freunde die zur späten Stund ankamen standen ca. 1 Stunde in der Schlange bevor sie endlich die Pforte zum Insomnia durchqueren konnten.

Wir möchten dazu sagen, dass wir eine Stolz und Demut Veranstaltung noch nie besucht haben und laut Programm und den Bildern hatten wir uns versucht auszumalen was an diesem Abend auf uns zukommen wird. Der Name und die Flyer sprechen ja förmlich für sich und verliehen dem Ganzen natürlich den mittelalterlichen Flair in Vorstellung.

Als wir die Räumlichkeiten des Insomnia betraten wurden wir vom Sklaven Bela freundlich begrüsst und durften aus der Losbox eine Nummer ziehen.
Ja, wer uns kennt, wir lieben Gewinnspiele!!

Wir waren jedoch etwas irritiert von der am frühen Abend ausgewählten Musik. Aus den Boxen ertönte Chartsmusik. Ob das so sein muss bei solch einem Motto “STOLZ-DEMUT” muss jeder für sich selbst beurteilen, wir fanden es in unseren Augen nicht passend. Zudem die Lautstärke aus unserer Sicht auch viel zu hoch geregelt wurde. Das passt gar nicht und wirkte eher unangenehm. Wir sagen es mal so, die sonst gewohnte Beats des Insos müssen “hämmern” – Charts dagegen gehören in den unteren Pegelbereich!

…ein guter Start in die Nacht…

Nachdem wir nun unsere ersten Drinks zu uns nahmen und sich das Insomnia zu dieser Uhrzeit langsam füllte schauten wir uns in den Räumlichkeiten um und fanden in den hinteren Bereichen die Stiefelknechte- Polierstation. Da es wie gesagt noch überschaulich war, ergriffen wir unsere Chance und nutzen die Zeit. Simone erhielt eine Fussmassage und ich nahm mir den Service zugute und liess mir von den Poilierfeen mein Latex auf Hochglanz bringen. Ein guter Start.Da wir mit der oben genannten Musikrichtung vorerst nichts anfangen konnten gingen wir weiter und  widmeten uns vorerst dem angebotenen  Fotoshooting und et Voila ..passend..Wir haben zum 13th Jubiläum Foto Nummer 13 gehabt. Sehr geil, wir finden solch “Zufälle” immer wieder amüsant!

Pünktlich um Mitternacht läutete der Zeremonienmeister die volle Stunde ein und begrüsste alle Gäste auf der Bühne. Wir standen zu dieser Zeit oben auf der Empore und lauschten dem Programm, dieser von einem Zettel verlesen wurde. Er stellte zu jedem Programmpunkt die Sklaven und Akteure vor. Hier schien die Organisation nicht ganz abgesprochen, denn teilweise sind diese auch nach mehrmaligen Aufrufen nicht erschienen. Das Mikrofon ließ vermuten nicht richtig eingestellt zu sein, so schien es, da wir den Zeremonienmeister oft schlecht verstanden hatten und alles sehr dumpf und nicht klar rüberkam.
Danach folgte die Losziehung und Verkündung der Gewinner und ja wer hätte es gedacht – wir gewannen doch glatt den 2. Preis! Ein Gutschein von hautnah im Wert von 75 Euro.

Mittlerweile war das Insomnia gut besucht und so eilten wir nach unten in die Katakomben.

Die Auktion in den Kellergewölben des Insomnia verlief derweilen auch leider nicht so wie wir es uns in der Fantasie ausgemalt haben, sehr schade.
Aber mal zum Anfang. Als wir nach unten gingen war

Hypnotic Act
Hier war gerade eine Art Hypnotic Act im Gange. Es war interessant, aber so richtig verstanden haben wir den Act ehrlich gesagt nicht. Der Künstler gab sehr merkwürdige Geräusche von sich und anscheinend sollte die Dame dadurch in Trance gesetzt werden. Nach langen Beobachtungen konnten wir dies nicht bestätigen, denn welche hypnotisierte Person versucht das Lachen zu unterdrücken. Auch war es schade, dass kein Spot zur Darstellung gesetzt wurde und so konnten wir froh sein, dass Danny der anwesende Insomnia Filmemacher, etwas Licht spendierte sonst hätten wir wahrscheinlich nicht wirklich etwas erkennen können. Aber dennoch eine sehr interessante Darstellung. Leider fand die Performance ein abruptes Ende. Der Act war noch nicht ganz zu Ende und schon wurde die “Sklaven” Auktion eingeläutet. Das schnelle Ende einer Performance wo die noch “gefesselt und geknebelte” Frau maßgeblich auf die Seite gesetzt wurde und der Künstler zusehen musste schnell das Feld zu räumen. Hier mangelte es sichtlich an Zeitplänen und somit wirkte es leider sehr unkoordiniert. Wie kann es angehen, dass eine Performance so stumpf zum Ende gezwungen wird ?

Der nächste Programmpunkt wurde also eingeläutet.

Eine Sklavenauktion.
Der Zeremonienmeister pries seine erste Ware an. Eine Weinflasche. -Es durfte nun geboten werden. Das Erste Gebot fiel. Viele Gäste überboten sich, zählte wohl der Spass, so dachten wir. Dann brachte er nun den schönen Zusatz der Flasche mit hinzu. Eine Sklavin. Er verlas den Neigungsbogen, die die Sklavin* im Vorfeld ausgefüllt hatte. Mit Vorlieben/Tabus und dem Safe Wort. Es sollte nun weiter geboten werden. Doch das Publikum schwieg. “Auweia” dachten wir. Die Sklavin schien nicht zu gefallen. Letztendlich fand sich ein Bieter und die Dame wurde mit der Flasche Wein zu dem gebotsführendem Herren geführt.

*Zitat Paragraph Stolz und Demut :
VI. Ersteigerung
Ersteigert wird in unterschiedlich hohen Schritten. Der “Einsatz” ist unmittelbar nach der Ersteigerung an der Kasse zu entrichten. Nach Ende der jeweiligen Spielrunde wird der Einsatz ohne Abzüge zu 100% an “den Darsteller/ die Darstellerin/ die Sklavin/ den Sklaven” ausgehändigt. Der Einsatz kann eine Spende nach Wahl der Darstellerin/ des Darstellers an eine bedürftige Organisation sein.

Es gab insgesamt an die 6 Spielrunden. Sklaven, diese als Ware versteigert wurden. Ein sehr ansprechendes Ritual nach Ende des Gebots war, die Sklaven den Hintern entblößen musste, einen kräftigen Hieb mit dem Lineal drauf bekam und das hauseigenen Stolz und Demut Gütesiegel auf die Backe verpasst – “verkauft”- . Diese Auktion war ein reiner Schnäppchenmarkt – mit so manchem Highlight.
Die Darstellung verlief leider nicht ganz so unseren Vorstellungen entsprechend. Der Auktionator laß von einem Blatt ab und versuchte zu zelebrieren – Es wirkte in unseren Augen etwas, Entschuldigung “stellenweise ermüdend” und nicht Streng genug um Atmosphäre zu erschaffen.

…es fehlte ein wenig an Ernsthaftigkeit

Auch schien es stellenweise, dass die Ernsthaftigkeit bei einigen im Publikum nicht gegeben war und so zog sich ein immer wieder auftauchendes lautes Gelächter durch den Raum was die Stimmung in uns immer wieder zum Schwanken brachte.. Hier hätten wir uns mehr Ernsthaftigkeit gewünscht, ebenso von dem Auktionator, der für Ruhe und Ordnung hätten Sorgen müssen.

Aufgrund der Größe der Katakomben waren leider nicht sehr viele Gäste anwesend und so verwunderte es nicht, dass manch “Ware” nicht gut “versteigert” wurde. Die ganze Auktion hätte oben im Saal stattfinden müssen. Ein Podest ist gegeben und die anwachsende Teilnehmerzahl wäre um ein vielfaches Höher als unten.
Wir stießen eher durch Zufall auf die untere Auktion, da zwar ein Zeitplan existierte, aber der Maßgebliche “Glockenschlag” fehlte um die nächste Attraktion anzukündigen. Dies bringt auch nochmal ein gewisses Flair!

Falls sich jemand fragt, warum wir nicht mitgeboten haben…
ja wir nehmen es uns für das nächste Mal vor! Wir wollten uns vorerst das Ganze erstmal anschauen und auf uns wirken lassen. Der Rest der Nacht verlief klasse: die Empore war gut genutzt , die Musik wurde immer besser und das Gesamtbild war genehm geworden. Die Sklaven amüsierten sich mit ihrer Herrschaft und so machten wir alle die Nacht zum Tag.

  • Der Eintrittspreis von 44 euro (Paar) ist absolut angebracht und gut
  • das Publikum in der Szene sehenswert mit Ihren Outfits und attraktiv. Auf den Dresscode wurde geachtet und die Stimmung war gut.
  • in den Katakomben BDSM in stimmiger Atmosphäre
  • Die Musikauswahl hätte gerade am Anfang etwas passender gewählt werden sollen – vor allem in den ersten Stunden.
  • Das Konzept ist super, aber hätte viel besser umgesetzt werden können, sodass der Gast förmlich in die Zeit versetzt wird. So verheißen die Bilder von Stolz und Demut doch etwas mehr als gezeigt
  • Die Bar funktionierte zuverlässig und schnell ( max. 5 Minuten Wartezeit )

Nach Rücksprache mit einigen bekannten Gästen war die Veranstaltung letztes Jahr besser organisiert und kam authentischer rüber. Auch wenn wir stellenweise eine etwas andere Vorstellung von dieser Nacht hatten werden wir weitere Stolz und Demut Veranstaltungen besuchen. Rundum können wir sagen, dass es sich lohnt eine Stolz und Demut zu besuchen auch wenn es einige Kritikpunkte von uns gab.

Da wir sonst meist nur das Positive aus diversen Partys ziehen und veröffentlichen sollte unser Eindruck hiermit auch mal Anstoß bringen, Veranstaltungen so zu präsentieren wie es der Name verspricht. Mit den Jahren ist man dann doch auf der Suche nach Perfektionismus und außergewöhnlichen Erlebnissen und läßt sich nicht so wie am Anfang komplett und leicht beeindrucken. Vor 10 Jahren hätten wir als Erstbesucher bestimmt geschrieben ” BESSER GEHT NICHT ” – der Gesichtspunkt ändert sich aber stetig und wird strenger und ehrlicher.

Das alles war unser Erster Eindruck einer Stolz und Demut Veranstaltung zur erotischen Maskennacht und stellt nicht die Meinung Anderer dar. Jeder empfindet eben alles anders und wer kann jetzt schon sagen was auf der nächsten Veranstaltung sein wird.

Vielen Dank an die Veranstalter der Stolz und Demut und
an hautnah für das Sponsoring der Gutscheine.

Wer mag kann auch gerne seinen Kommentar und seine Eindrücke hinterlassen. Wir würden gerne andere EHRLICHE Sichtweisen lesen, denn meist ist es ja so, dass alle sagen “TOP” und hinterm Rücken geflüstert wird” Scheiße” – Welcome to Reality meine Lieben!

Viele Grüße
Simone & Sven

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